ANTIKE UHREN & ANTIQUITÄTEN
HANS-MARTIN JUNG
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Porzellanmarken

Porzellan-Manufaktur Meissen
1707 erfand Ehrenfried Walther von Tschirnhaus das europäische Porzellan. Nach seinem Tod 1708 begann Johann Friedrich Böttger mit der Serienfertigung. Drei Jahre später 1710, wurde die berühmteste Porzellan-Manufaktur der Welt in Meissen gegründet. Das Meissener Zeichen, die Kurschwerter werden seit 1722 in verschiedenen Variationen verwendet. An den Fürstenhöfen in aller Welt wurde auf Meissener Porzellantellern gegessen und die Könige sammelten die schönsten Stücke in ihren Vitrinen. Die Manufaktur stellt bis heute feinstes Porzellan für höchste Ansprüche her. Die Qualität und die Schönheit Meissener Porzellans garantieren auch über Jahrhunderte die Exklusivität und Wertbeständigkeit für den Besitzer.
Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin, KPM
1751 gründet der Wollzeughändler Wilhelm Caspar Wegely mit Erlaubnis des Königs Friedrichs des II in Berlin eine Porzellanmanufaktur. 1753 beginnt die Produktion in der neu errichteten Fabrik. Die ersten Stücke wurden mit einem W gestempelt, später verwendete man die berühmte Zeptermarke, seit 1853 zusätzlich die K.P.M. Marke. Die Manufaktur stellt bis heute feinstes Porzellan für höchste Ansprüche her. Nach Meissen ist KPM die zweitbedeutendste Porzellanmanufaktur in Deutschland.
Porzellan-Manufaktur Ludwigsburg (Württemberg)
1758 gründete Herzog Karl Eugen von Württemberg in Ludwigsburg bei Stuttgart eine Porzellan-Manufaktur. Die Manufaktur erlebte schon kurz nach ihrer Gründung eine Blüte und stellte feines Porzellan für den Hof und die adelige Gesellschaft her. Besonders bekannt wurde das Schuppenmuster. Die Porzellanfiguren und Service aus dieser Zeit sind bis heute berühmt und können in einer Ausstellung im Schloß Ludwigsburg besichtigt werden. Die Marke zeigt zwei verschlungene C mit einer Krone. Die Manufaktur stellt heute feinstes Porzellan im Stil der damaligen Zeit sowie auch moderne Service für höchste Ansprüche her.
Porzellanmanufaktur Fürstenberg
1747 gründete Herzog Carl I. von Braunschweig eine Porzellanmanufaktur im Jagdschloss Fürstenberg. Seit 1753 wird das Porzellan mit dem blauen F signiert, das bis heute das Markenzeichen der Manufaktur ist. 1756 wurde in Braunschweig ein Zweigbetrieb für Blumenmalerei eingerichtet. Berühmt waren die Landschaftsmalerei von Pascha J. F. Weitsch, sowie Vasen, Potpourris und Sammeltassen. 1888 wird die Firma in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Heute produziert die Manufaktur traditionelles sowie modernes Tischporzellan für höchste Ansprüche.
Porzellanmanufaktur Rosenthal
1879 gründete Philipp Rosenthal im Schloss Erkersreuth eine Porzellanmalerei. 1891 begann er mit der eigenen Porzellanfertigung. 1897 Umwandlung in eine Aktiengesellschaft. 1908 Übernahme der Porzellanmanufaktur Thomas. 1910 Gründung der Kunstabteilung. 1921 Kooperation mit AEG. Preise bei Weltausstellungen. 1961 Gründung der Rosenthal studio-linie. Seit 1993 Zusammenarbeit mit Versace. 1997 Fusion mit Wedgwood. 2000 Übername von Hutschenreuther. Rosenthal fertigte vor allem Gebrauchsporzellan, Zierporzellan sowie hervorragende Plastiken. Viele bekannte Künstler arbeiteten für Rosenthal.
Porzellanmanufaktur Kaiser
August Alboth gründete 1872 einen kleinen Porzellan-Veredlungsbetrieb in Coburg. 1899 zog die Firma nach Kronach in Bayern um. Aus den Namen Alboth und Kaiser entsteht 1925 die Marke Alka-Kunst. 1956 zog die Firma nach Staffelstein um. 1970 wurde die Marke Alka in Kaiser umbenannt. Die Firma fertigte vor allem Zier- und Gebrauchsporzellan sowie hervorragende Tierplastiken.
Porzellanmanufaktur Royal Copenhagen (Dänemark)
1775 gründete Franz Heinrich Müller in Kopenhagen eine Porzellanmanufaktur als Aktiengesellschaft. Die Aktien befanden sich im Besitz der königlichen Familie. Berühmt sind die Unterglasur-Blaumalerei und das Service Flora-Danika. Bekannt sind auch die Weihnachtsteller der Manufaktur, die seit 1908 in limitierter Zahl hergestellt werden. Jedes Jahr entwirft ein bekannter Künstler ein neues Motiv. Das Unternehmen entwickelte mit der Zeit ein eigenständiges dänisches Design. Markenzeichen waren von Anfang an die drei charakteristischen Wellenlinien. Die Manufaktur stellt bis heute feines und künstlerisches Porzellan für höchste Ansprüche her.
Porzellanmanufaktur Wallendorf (Thüringen)
1764 gründeten J. W. Hammann mit seinen Partnern Johann Gottfried und Gotthelf Greiner eine kleine Porzellanfabrik. 1833 ging die Fabrik in den Besitz von Fr. Chr. Hutschenreuther und 1897 an F. Kämpfe und G. Heubach. Es wurden Kaffee- und Teegeschirr nach Meissner Vorbild produziert, Unterglasurblau, Strohblumen und Zwiebelmuster aber auch Figuren wie Limbach. Der Betrieb wurde 1919 stillgelegt und 1919 bis 1925 als Kunstabteilung der Porzellanfabrik Fraureuth geführt. 1926 wurde die Firma von Heinz Schaubach wiedereröffnet und existierte ab 1953 als VEB Zierporzellan-Werke Lichte. Heute nennt sich die Firma Porzellan Manufaktur Lichte-Wallendorf GmbH.
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